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Stiefmutter ArtikelBuch-Tipp: Führung auf Distanz - mit virtuellen Teams zum Erfolg Führung auf dem virtuellen Prüfstand Der 4-eckige Sender, das Eisbergmodell, Konflikteskalation, die Entwicklung von Teamregeln, Teamkultur, die Gestaltung eines Kick-Off-Meetings . . . fast langweilige Ladenhüter der Führungs- und Teamdiskussion; Modelle, die man schon nicht mehr hören kann, zumindest nicht in einem brandneuen Buch, das etwas... Eine Stiefmutter ist für eine Person familienrechtlich eine Mutter, von der sie genetisch nicht abstammt (z. B. aus zweiter Ehe des Vaters).
== Die "Stiefmutter" in übertragener Bedeutung ==In der Vergangenheit war es durch die hohe Sterblichkeitsrate bei der Geburt und in dem Wochenbett und der 'Notwendigkeit' der Wiederverheiratung des Witwers durchaus üblich dass Kinder mit Stiefmüttern aufwuchsen. Das Motiv der Stiefmutter wird somit in Märchen häufig benutzt.
Sprichwörtlich und aus Märchen (wie "Aschenputtel") wohl bekannt ist die 'böse Stiefmutter' (seltener ein 'böser Stiefvater' - vgl. aber "Der Teufel mit den drei goldenen Haaren"). Erklärend hilft hier in der Soziologie (auch Ethnologie) der Strukturalismus weiter: In allen Kernfamilien gibt es Paarfiguren größerer emotionaler Nähe (z. B. "Vater + Tochter" plus "Mutter + Sohn"), die somit strukturell dafür sorgen, dass "Vater + Sohn", "Mutter + Tochter" und übrigens auch "Vater + Mutter" auf merklich größerer Distanz zueinander stehen. Wenn jetzt die Tochter vom Kind zur Jugendlichen wird, tritt sie zunehmend in Konkurrenz zur Rolle der Mutter als 'erwachsener Frau'; Konflikte sind voraus zu sagen, ihr Kampffeld wird (mehr als bei "Vater + Sohn") der eigene Haushalt sein, und die herkömmliche Distanz verstärkt sie. Psychologisch wird aus der ehedem 'lieben' Mutter (übrigens auch aus der 'lieben' Tochter) eine 'böse'. Das überrascht häufig beide Teile: Die Mutter ist 'wie ausgetauscht'; verkürzt, wird zur "Stiefmutter" - Schneewittchens Mutter merkt es, wenn sie in den Spiegel sieht und wird offen feindselig gegen die eigene Tochter, die sich eine eigene Peer Group sucht (verächtlich: von "Zwergen"), bis sie ein 'Märchenprinz' 'erlöst'.
Auch ist in dem Auge zu behalten, dass auffallend viele deutsche Volksmärchen eine "matrilineare" Erbfolge voraus setzen (merklich daran, dass Prinzen bzw. "Schweinehirten" kommen, heiraten und erben (über die geheiratete Tochter, wenn sie gleich bei deren Herkunftsfamilie bleiben, liegt auch "Uxorilokalität" vor - vgl. Familie (Soziologie ). Da wird die Tochter der Mutter also noch gefährlicher. (Es muss auch nicht stets eine "Stiefmutter" sein: In "Dornröschen" tritt Mutter erst als Böse Fee und Jahre später als altes Mütterchen mit der Schlafspindel auf.)
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